Für Angehörige

Pflege organisieren, ohne alles allein zu tragen

Wenn ein Angehöriger plötzlich Unterstützung braucht, entstehen viele Fragen gleichzeitig: Was ist dringend? Welches Hilfsmittel hilft wirklich? Was läuft über Rezept, Pflegegrad oder Pflegekasse? ADAM hilft, die Situation einzuordnen und den passenden nächsten Schritt vorzubereiten.

Angehörige besprechen ruhig die Versorgung zuhause

Angehörigen-Realitätscheck

Angehörige übernehmen oft fünf Rollen gleichzeitig

Ein großer Teil der Pflege in Deutschland findet zuhause statt und wird durch Angehörige getragen. Pflege entsteht dabei selten nur aus einer einzelnen Aufgabe: Viele helfen im Alltag, behalten Risiken im Blick, koordinieren Termine und tragen gleichzeitig emotionale Verantwortung.

Alltagshilfe

Waschen, Anziehen, Toilettengang, Essen, Wege, Einkaufen oder Haushalt.

Sicherheitsbeobachter

Stürze, nächtliche Unruhe, Bad, Bett, Transfer, Orientierung oder Medikamente im Blick behalten.

Organisationszentrale

Termine, Rezepte, Pflegekasse, Krankenkasse, Unterlagen, Anträge und Rückfragen koordinieren.

Körperliche Unterstützung

Heben, Umsetzen, Lagern, Aufstehen, Begleiten, Schieben oder Tragen.

Emotionale Stütze

Zuhören, beruhigen, Entscheidungen mittragen, Konflikte aushalten und Schuldgefühle auffangen.

ADAM kann vor allem dort helfen, wo aus Alltagssituationen ein Hilfsmittel-, Pflegebox-, Hausnotruf-, Rezept- oder Versorgungsbedarf wird.

Schnelle Orientierung

Wenn alles gleichzeitig kommt: die ersten 72 Stunden priorisieren

Wenn Pflege plötzlich nötig wird, hilft eine klare Reihenfolge. Nicht alles muss sofort perfekt gelöst sein – aber Sicherheit, Unterlagen und erste Versorgung sollten schnell greifbar werden.

  1. Sicherheit prüfen

    Kann die Person sicher aufstehen, zur Toilette, duschen, schlafen, essen, atmen und kurze Wege gehen?

  2. Dringende Engpässe markieren

    Bad, Bett, Transfer, Mobilität, Pflegeverbrauch, Schlaf/Atmung, Wunden oder Lagerung.

  3. Unterlagen sammeln

    Rezept, Entlassbrief, Pflegegrad, Medikamentenplan, vorhandene Hilfsmittel und Versicherungsdaten.

  4. Hilfe früh einbinden

    Pflegeberatung, Pflegedienst, Angehörige, Nachbarn, ADAM, Kostenträger oder Hausnotruf prüfen.

  5. Versorgung vorbereiten

    Hilfsmittelfinder, Rezept einreichen, Pflegebox, Beratung, Hausnotruf anfragen oder Wohnsituation klären.

Bei einer akut aufgetretenen Pflegesituation kann Pflegeunterstützungsgeld für eine kurze Arbeitsverhinderung relevant sein. Bitte frühzeitig bei der Pflegekasse prüfen.

Bei akuter Gefahr, schweren Beschwerden oder medizinischem Notfall bitte sofort den Notruf oder ärztliche Hilfe kontaktieren.

Entlastung im Alltag erkennen

Wenn Hilfe zur Belastung wird, ist ein Hilfsmittel oft mehr als ein Produkt

Hilfsmittel können Angehörige entlasten, wenn wiederkehrende Alltagssituationen unsicher, körperlich schwer oder organisatorisch kaum noch tragbar werden.

Alleinsein oder Sturzrisiko macht Sorge

Woran man es merkt
  • Angehörige können nicht immer vor Ort sein
  • Sturzangst, Unsicherheit oder Notfälle zuhause werden Thema

Unterstützung annehmen

Entlastung ist keine Kapitulation

Unterstützung bedeutet nicht, weniger zu helfen. Sie sorgt dafür, dass Pflege zuhause länger tragfähig, sicherer und weniger überfordernd bleibt.

Pflegeberatung

Hilft, Leistungen, Zuständigkeiten und nächste Schritte bei Pflegebedürftigkeit besser zu verstehen. Angehörige können mit Zustimmung der pflegebedürftigen Person einbezogen werden.

Pflegekurse und Schulungen

Pflegekassen bieten kostenfreie Kurse an, die praktische Sicherheit bei häuslicher Pflege, Transfer, Lagerung, Hygiene und Belastung geben können.

Entlastungsbetrag

Bei häuslicher Pflege kann ein monatlicher Entlastungsbetrag von bis zu 131 € für anerkannte Angebote relevant sein.

Verhinderungspflege / Kurzzeitpflege

Seit Juli 2025 steht für beide Leistungen ein gemeinsamer Jahresbetrag von bis zu 3.539 € bereit, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Pflegehilfsmittel & Pflegebox

Verbrauchsmaterial und Pflegehilfsmittel können den Pflegealltag hygienischer und planbarer machen.

Hausnotruf

Ein Hausnotruf kann Sicherheit geben, wenn eine Person allein zuhause ist oder Angehörige nicht ständig vor Ort sein können. Über ADAM kann ein Hausnotruf angefragt werden.

Koordination aus der Distanz

Wenn Sie nicht vor Ort sind: Pflege aus der Distanz organisieren

Viele Angehörige unterstützen aus einer anderen Stadt oder mit begrenzter Zeit vor Ort. Dann helfen klare Zuständigkeiten, digitale Unterlagen und verlässliche Ansprechpersonen.

Kontaktperson vor Ort

Wer kann kurzfristig nachsehen, Maße nehmen oder Fotos machen?

Lagebild statt Krisentelefonat

Was hat sich wirklich verändert: Bad, Bett, Wege, Medikamente, Pflegeverbrauch oder Sicherheit?

Unterlagen digital sammeln

Rezept, Entlassbrief, Pflegegrad, Hilfsmittelnummer, Fotos und Versicherungsdaten zentral bereithalten.

Hausnotruf prüfen

Wenn Alleinsein oder Sturzrisiko Thema sind, kann über ADAM ein Hausnotruf angefragt werden.

Aufgaben verteilen

Wer spricht mit Arzt, Pflegekasse, Pflegedienst, ADAM oder Angehörigen?

Versorgung vorbereiten

ADAM kann bei Hilfsmittelbedarf, Pflegebox, Rezeptweg und versorgungsbezogener Kommunikation unterstützen.

Belastung wahrnehmen

Fünf Warnzeichen, dass Unterstützung wichtiger wird

Dieser Check ersetzt keine Beratung oder medizinische Einschätzung. Er hilft Angehörigen, Belastung und mögliche Entlastungspunkte bewusster wahrzunehmen.

Sie helfen regelmäßig körperlich

Aufstehen, Umsetzen, Lagern oder Begleiten kostet Kraft und belastet Rücken, Schultern oder Knie.

Eigene Erholung fällt aus

Schlaf, Termine, Arbeit oder Pausen werden dauerhaft verschoben.

Sicherheit macht ständig Sorge

Bad, Nacht, Sturzrisiko, Alleinsein oder Orientierung beschäftigen Sie täglich.

Pflegeverbrauch wird unübersichtlich

Handschuhe, Desinfektion, Bettschutzeinlagen oder Schutzmaterial müssen ständig nachgekauft werden.

Zuständigkeiten sind unklar

Niemand weiß genau, wer Rezept, Pflegekasse, Krankenkasse, Pflegedienst oder Hilfsmittel koordiniert.

Situation mit ADAM besprechen

ADAM an Ihrer Seite

Wo ADAM Angehörige im Versorgungsalltag entlastet

ADAM hilft Angehörigen, aus einer belastenden Alltagssituation einen konkreten nächsten Versorgungsschritt zu machen – von Hilfsmittel und Pflegebox bis Rezeptweg, Kostenträger-Kommunikation oder Hausnotruf-Anfrage.

Situation einordnen

Aus „wir wissen nicht weiter“ wird ein konkreterer Bedarf: Bad, Bett, Mobilität, Transfer, Pflegebox, Schlaf & Atmung, Hausnotruf oder Rezeptweg.

Hilfsmittelbedarf prüfen

ADAM hilft, geeignete Produktbereiche und Versorgungswege verständlich einzuordnen.

Rezept und Unterlagen vorbereiten

Wenn Rezept, HMV-Nummer, Entlassbrief oder Pflegegrad vorliegen, kann ADAM den nächsten Versorgungsschritt vorbereiten.

Kommunikation koordinieren

ADAM koordiniert die versorgungsbezogene Kommunikation mit Krankenkassen, Pflegekassen oder Kostenträgern im Rahmen der Hilfsmittelversorgung.

Pflegebox vorbereiten

Wenn Pflegeverbrauchsmaterial regelmäßig gebraucht wird, hilft der Pflegebox-Konfigurator, den Bedarf strukturiert vorzubereiten.

Hausnotruf anfragen

Wenn Sicherheit zuhause ein Thema ist, kann über ADAM ein Hausnotruf angefragt werden.

Versorgung praktisch machen

Lieferung, Anpassung, Einweisung, Rückfragen oder weitere Abstimmung werden verständlich vorbereitet.

ADAM ersetzt keine Pflegeberatung, medizinische Diagnose, Notrufstelle oder Rechtsberatung. Wir helfen bei Hilfsmitteln, Pflegebox, Hausnotruf-Anfrage, Unterlagen und versorgungsbezogenen nächsten Schritten.

Angehörigen-Unterlagenmappe

Diese Informationen helfen bei der ersten Anfrage

Je klarer Situation, Unterlagen und Ansprechpersonen sind, desto leichter lässt sich der nächste Versorgungsschritt vorbereiten.

Wer braucht Unterstützung?

Name, Alter, Wohnsituation und wer als Kontaktperson erreichbar ist.

Was ist im Alltag schwierig?

Bad, Bett, Mobilität, Transfer, Atmung, Pflegeverbrauch, Hausnotruf oder Sicherheit.

Rezept, Entlassbrief oder Diagnose

Hilft, medizinische Ausgangslage und mögliche Versorgung einzuordnen.

Pflegegrad

Relevant für Pflegekasse, Pflegebox, Pflegehilfsmittel und weitere Leistungen.

Vorhandene Hilfsmittel

Was ist bereits vorhanden, was passt nicht mehr, was fehlt?

Körperliche Belastung

Wo müssen Angehörige heben, stützen, lagern oder begleiten?

Fotos, Maße oder Wohnsituation

Hilfreich bei Bad, Bett, Transfer, Lifter, Rampe, Hausnotruf oder Wohnumfeld.

Ansprechpartner

Wer spricht mit Arzt, Pflegekasse, Krankenkasse, Pflegedienst oder ADAM?

Dringlichkeit

Klinikentlassung, Sturzrisiko, fehlende Versorgung, Alleinsein oder kurzfristiger Bedarf.

Frühzeitig kennen

Leistungen, die Angehörige oft zu spät kennen

Viele Entlastungsmöglichkeiten werden erst genutzt, wenn die Belastung schon hoch ist. Diese Übersicht hilft, wichtige Begriffe früh zu kennen und bei Pflegekasse oder Beratung gezielt nachzufragen.

Pflegeberatung

Pflegebedürftige und pflegende Angehörige können Beratung nutzen. Für Angehörige ist dabei grundsätzlich die Zustimmung der pflegebedürftigen Person wichtig.

Pflegekurse

Pflegekassen bieten unentgeltliche Schulungen für Menschen an, die andere pflegen – zum Beispiel zu Transfer, Lagerung, Hygiene oder Entlastung.

Entlastungsbetrag

Bei häuslicher Pflege kann ein monatlicher Betrag von bis zu 131 € für anerkannte Unterstützungsangebote relevant sein.

Verhinderungspflege / Kurzzeitpflege

Seit Juli 2025 kann ein gemeinsamer Jahresbetrag von bis zu 3.539 € relevant sein, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.

Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel können Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder mehr Selbstständigkeit unterstützen. Die Pflegekasse prüft den Anspruch.

Pflegebox & Verbrauchsmaterial

Bei Pflegegrad und häuslicher Pflege können bis zu 42 € monatlich für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel relevant sein.

ADAM ersetzt keine Pflegeberatung, kann aber bei Hilfsmittelbedarf, Pflegebox, Hausnotruf-Anfrage und Versorgungsschritten unterstützen.

ADAM Begleitung

So begleitet ADAM Angehörige

Von der ersten Anfrage bis zur praktischen Versorgung: ADAM hilft Angehörigen, Bedarf, Unterlagen, Hilfsmittel, Pflegebox, Hausnotruf und Kommunikation rund um die Versorgung strukturiert vorzubereiten.

  1. 1

    Situation schildernWas ist passiert, was fällt schwer, was ist dringend?

  2. 2

    Bedarf einordnenBad, Bett, Mobilität, Transfer, Pflegebox, Atmung, Lagerung, Hausnotruf oder Rezeptweg.

  3. 3

    Unterlagen prüfenRezept, Pflegegrad, Entlassbrief, HMV-Nummer, Fotos, Maße oder Versicherungsdaten.

  4. 4

    Versorgungsweg vorbereitenDirektkauf, Rezept, Pflegekasse, Pflegebox, Hausnotruf-Anfrage, Beratung oder Hilfsmittelfinder.

  5. 5

    Kommunikation koordinierenADAM begleitet die versorgungsbezogene Abstimmung mit Kostenträgern im Rahmen der Versorgung.

  6. 6

    Hilfsmittel nutzbar machenLieferung, Einweisung, Anpassung oder weitere Rückfragen verständlich vorbereiten.

Häufige Fragen für Angehörige

Kurze Antworten zur Orientierung. Pflege, Hilfsmittel und Leistungen hängen immer von Situation, Bedarf und zuständigen Stellen ab.

Was kann ich tun, wenn plötzlich Pflege zuhause nötig wird?

Beginnen Sie mit Sicherheit, Dringlichkeit und Unterlagen: Kann die Person aufstehen, zur Toilette, duschen, schlafen und kurze Wege gehen? Gibt es Rezept, Entlassbrief, Pflegegrad oder vorhandene Hilfsmittel? Danach lässt sich der nächste Schritt besser einordnen.

Welche Hilfsmittel entlasten Angehörige körperlich?

Je nach Situation können Transferhilfen, Aufstehhilfen, Pflegebetten, Lagerungshilfen, Patientenlifter, Bad- und WC-Hilfen, Rollatoren oder Rollstühle entlasten. Entscheidend ist, wo körperliche Belastung entsteht.

Wann sollte ich nicht mehr allein heben oder umsetzen?

Wenn Heben, Stützen oder Umlagern regelmäßig körperlich belastet, unsicher wird oder Sturzgefahr entsteht, sollte Unterstützung geprüft werden. Das kann Pflegeberatung, Pflegedienst, Hilfsmittel oder persönliche Beratung umfassen.

Kann ADAM Angehörige beraten, auch wenn die betroffene Person nicht selbst anruft?

Ja. Angehörige können die Situation schildern und erste Informationen weitergeben. Für bestimmte Schritte können Zustimmung, Unterlagen oder direkte Abstimmung mit der betroffenen Person erforderlich sein.

Welche Unterlagen sollte ich für ADAM bereithalten?

Helfen können Rezept, Entlassbrief, Pflegegrad-Bescheid, Hilfsmittelnummer, Fotos, Maße, Versicherungsdaten, Informationen zu vorhandenen Hilfsmitteln und eine kurze Beschreibung der Alltagssituation.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegeberatung und ADAM-Beratung?

Pflegeberatung informiert umfassend zu Pflegeleistungen und Organisation der Pflege. ADAM unterstützt bei Hilfsmitteln, Pflegebox, Hausnotruf-Anfrage, Rezeptweg, Unterlagen und versorgungsbezogenen nächsten Schritten.

Welche Leistungen helfen Angehörigen bei Entlastung?

Relevant sein können Pflegeberatung, Pflegekurse, Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Pflegehilfsmittel, Pflegebox, Pflegedienst oder weitere Angebote vor Ort. Die zuständige Pflegekasse kann verbindlich beraten.

Was mache ich, wenn ich weit weg wohne?

Bestimmen Sie eine Kontaktperson vor Ort, sammeln Sie Unterlagen digital, klären Sie Fotos oder Maße der Wohnsituation und prüfen Sie Sicherheitsthemen wie Hausnotruf. ADAM kann bei Hilfsmittelbedarf, Pflegebox und Versorgungsschritten unterstützen.

Wie erkenne ich, dass die Pflege mich überlastet?

Warnzeichen können dauerhafte körperliche Belastung, fehlende Erholung, ständige Sorge um Sicherheit, unklare Zuständigkeiten oder häufige Krisensituationen sein. Dann sollte Unterstützung früh einbezogen werden.

Kann über ADAM ein Hausnotruf angefragt werden?

Ja. Wenn Sicherheit zuhause ein Thema ist, kann über ADAM ein Hausnotruf angefragt werden. ADAM hilft, den Bedarf im Zusammenhang mit der Versorgung einzuordnen. Bei einem akuten Notfall ist weiterhin sofort der öffentliche Notruf zu kontaktieren.

Was kann ich tun, wenn mein Angehöriger Hilfsmittel ablehnt?

Oft hilft es, nicht mit dem Produkt zu beginnen, sondern mit dem Alltag: Was soll leichter, sicherer oder selbstständiger werden? Eine ruhige Beratung kann helfen, Nutzen und Bedenken gemeinsam zu besprechen.

Was ist der erste Schritt, wenn mehrere Probleme gleichzeitig bestehen?

Priorisieren Sie zuerst Sicherheit und körperliche Belastung: Sturzgefahr, Bad, Transfer, Pflege im Bett, Atmung oder Alleinsein. Danach können Hilfsmittel, Pflegebox, Hausnotruf, Rezeptweg oder Beratung gezielt vorbereitet werden.

Persönliche Unterstützung

Sie müssen Pflege nicht allein organisieren

Beschreiben Sie kurz die Situation Ihres Angehörigen. ADAM hilft, Hilfsmittelbedarf, Pflegebox, Hausnotruf-Anfrage, Rezeptweg und nächste Versorgungsschritte verständlich vorzubereiten.

Ruhig. Verständlich. Angehörige mitgedacht.